Mittwoch, 1. August 2018

Narbonne - Pont Saint Esprit

Das Kilometersammeln wird nicht leichter: die Knie schmerzen, die Fußsohlen brennen, inzwischen sind alle Zehen taub bzw. eingeschlafen, die Oberschenkelmuskulatur und der Gluteus Maximus protestieren angesichts der Schwerarbeit, die sie jeden Tag leisten müssen. Beim Treppensteigen im Hotel nehmen wir die Handläufe auf beiden Seiten zu Hilfe. 

Und trotzdem ist die Fahrt durch die südfranzösische Landstraßenidylle, in der wir uns heute über weite Strecken bewegen, wieder mit Genuss verbunden. Zwar hat sich an den harten Bedingungen grundsätzlich nichts geändert - ein extrem heißes Auf-und-Ab von morgens bis abends - aber wir haben wieder mehr Zeit, den Blick über die schöne Landschaft und die reizvollen, historischen Städtchen schweifen zu lassen. 

Der Verkehr ist rund um die großen Städte Bezier und Montpellier, die wir passieren, immer noch extrem lästig, hat sich aber insgesamt so weit beruhigt, dass wir unsere spannenden Hörbücher nicht bei jedem LKW, der im Rückspiegel auftaucht, unterbrechen müssen und mehrmals haben wir den intensiven Duft von Thymian in der Nase.

Wir halten uns immer brav an die Vorschriften - da steht "Sauf", also tun wir's - beim dritten Tankstopp am heutigen Tag. Man kann sich ausrechnen, was da zusammenkommt.

Gegen Abend ziehen Gewitterwolken auf - nach dem 212er-Bierchen (1730 Hm) geht's darum nicht mehr weiter, obwohl sich später nach ein paar Regentropfen alles wieder verzieht. Da haben wir aber bereits eingecheckt. Unsere sympathische Wirtin hat den Regentanz, von dem sie uns erzählt hat, also umsonst aufgeführt. Eigentlich müssten wir wieder Party machen, denn heute haben wir irgendwann im Laufe des Nachmittags den 2000er geknackt, aber vielleicht gehen wir auch einfach nur schlafen ...

1 Kommentar:

  1. Was für eine Gewalttour für Körper und Geist - gewaltig - aber das Ziel kommt immer näher und dann steigt ne Party - haltet durch und kommt gut weiter - die Fans HaDi

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