Müde und gemächlich tingeln wir durch die ersten 50 Kilometer Einsamkeit. Unglaublich, wie weitläufig und menschenleer die Landschaft ist.
Die sich über ganze Hügelketten und Landstriche ausbreitenden Olivenbäume faszinieren uns. Wir versuchen deshalb, ihre Anzahl in ganz Spanien zu schätzen und meinen, dass sie in die Milliarden gehen müssten. Am Abend wird recherchiert, es sind "nur" 300 Millionen. Unsere Schätzung war trotzdem nicht so daneben, weil allein in der Gegend von Jaen, durch die wir heute gefahren sind, 60 Millionen stehen!
Am Nachmittag zeigt das Thermometer bis zu 46,5 Grad. In den Steigungen ist das kaum auszuhalten. Die verdammten Straßen führen über jeden einzelnen Hügel drüber, weil dort oben auch die Dörfer stehen. Wir versuchen durchzuhalten und an keinen Defekt zu denken, denn bei einem Platten oder etwas Gröberem würden wir auf dem glühend heißen Asphalt wahrscheinlich sprichwörtlich gegrillt werden.
Dann das Déjà-vu, Wasser, nur noch viel schöner als am ersten Tag! Wo kommt das her? Ein richtiger Wildbach, der unter einer historischen Brücke über die Felsen schießt!
Was für ein Genuss! Wir legen uns mitsamt den Klamotten in das kalte! Nass, nicht ohne vorher mit archaischem Vergnügen zwischen zwei, vom Wasser durchspülten Felsen, die ein geradezu perfektes Outdoor-Örtchen bilden, ins Wasser zu gacken, schwupps und weg! (Man möge bitte dass letzte Foto studieren.) Danach ist alles gut! Befreit, erfrischt und mit dem Kühleffekt der nassen Klamotten im Fahrtwind erledigen wir den Rest mit links.
Ich finde fast keine Worte für euren Hitzetripp - Wahhhnsinn - euer Durchhaltevermögen ist enorm, denn stehen bleiben hilft nichts oder??? Das kühle Nass ist euch wahrlich anzusehen und dann diese Erleichterung!!! Ihr seid einfach spitze und kommt gut weiter denn - Geht nicht gibts nicht - Hochachtung HaDi
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