Die Route führt uns nordöstlich in einem ständigen Auf-und-Ab durch das Rif-Gebirge zur spanischen Exklave Ceuta, wo hunderte von armen Teufeln an der Grenze stehen und irgendeine Möglichkeit zu finden versuchen, aufs europäische Festland zu gelangen.
Mit unseren österreichischen Pässen schlängeln wir uns kurzerhand durch das ganze Tohuwabohu und erwischen gleich darauf eine Fähre, die uns ruckzuck über die Straße von Gibraltar bringt.
Algeciras schaut in der Nachmittagshitze nicht so einladend aus und wir beschließen, noch etwas weiter zu fahren. Das "bisschen" entpuppt sich als zermürbend. Erst wieder dieses zähe Auf-und-Ab, ohne an Höhe zu gewinnen - bei uns wäre man schon längst auf irgendeinem Pass oben. Dann endlich der durchgehende Anstieg, ausgehungert und dehydriert - ein Brunnen stellt sich durch die verschwitzten und brennenden Augen nicht als Fata Morgana, sondern als echte, kühle Erfrischung in der andalusischen Abendsonne (bei immer noch 34 Grad) heraus. Mir ist jedenfalls am Abend so übel, das ich nicht einmal einen Salat hinunterbekomme. Gottlieb übernimmt das gerne für mich. 228 Kilometer und 3000 Höhenmeter sind's bis zum heutigen Ziel Gaucin geworden.
Jo Halleluia....schon so weit voran - alles gute euch zwei harten Pedalpiraten - eure zwei Verfolger HaDi
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